Wer glaubt, Deutschland hätte keine Berge, war noch nicht in der Sächsischen Schweiz. An der Grenze zu Tschechien haben Sandstein, Wasser und Wind eine Landschaft geschaffen, die an Szenen aus „Der Herr der Ringe“ erinnert. Hier gibt es keine Alpengipfel, dafür aber etwas viel Selteneres: Stille. Wahre Stille. Eine Stille, die einem auf den Ohren liegt und jedes fallende Blatt hörbar macht.
Beginnen Sie an der Basteibrücke, einer Sandsteinbrücke aus dem Jahr 1851, die eine Elbschleife überblickt. Morgens, bevor sich der Nebel lichtet, fühlt es sich an, als stünde man über den Wolken. Boote unten, kaum sichtbar, wirken wie Spielzeug. Erklimmen Sie den Lillenstein, einen der wenigen Gipfel, die mit dem Aufzug erreichbar sind. Errichtet wurde er 1904. Oben angekommen, erwartet Sie ein Café, das „Sächsische Eierschecke“ serviert – einen geschichteten Käsekuchen mit Vanille und Zimt. Das Rezept ist ein streng gehütetes Geheimnis, aber der Geschmack erinnert an die Kindheit.
