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Eine Renovierung beginnt mit dem Fundament – ​​und wenn die Wände uneben sind, kann selbst die teuerste Tapete nichts mehr retten. Überprüfen Sie zunächst die Ebenheit. Verwenden Sie dazu ein Laser-Nivelliergerät oder eine lange Wasserwaage. Beträgt der Unterschied mehr als 10 mm pro Meter, muss die Wand begradigt werden. Versuchen Sie nicht, die Unebenheit mit Putz zu kaschieren – dieser wird reißen.

Wählen Sie anschließend die passende Methode. Bei kleinen Unebenheiten (bis zu 20 mm) verwenden Sie Gipskartonplatten. Bei größeren Unebenheiten verputzen Sie entlang von Führungsschienen. Gipskartonplatten sind zwar schneller verarbeitet, nehmen aber 5–7 cm Platz weg. Verputzen ist zwar zeitaufwändiger, spart aber Platz. Für Badezimmer und Küchen eignet sich Zementputz. Für Wohnzimmer verwenden Sie Gipsputz.

Drittens: Grundierung. Unbedingt erforderlich! Überspringen Sie diesen Schritt nicht. Verwenden Sie eine tief eindringende Grundierung (z. B. Ceresit CT 17 oder Osnovit). Es verstärkt den Untergrund, reduziert die Wasseraufnahme und beugt Schimmelbildung vor. Zwei Anstriche im Abstand von 4 Stunden auftragen.

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Die Elektrik ist das Rückgrat eines Hauses. Ist sie schwach, bricht alles zusammen. Regel Nummer eins: Nicht selbst Hand anlegen! Niemand außer Ihnen weiß, wie es geht. Und wenn etwas schiefgeht, lehnen Versicherungen die Schadensregulierung ab. Beginnen Sie mit einem Schaltplan. Zeichnen Sie die Positionen von Steckdosen, Schaltern, Lampen, Klimaanlagen und Waschmaschinen ein. Vergessen Sie nicht die Ladebuchsen – es sollten mindestens 5–7 sein.

Wählen Sie als Nächstes den Kabelquerschnitt. Verwenden Sie für Steckdosen 2,5 mm² (NYM- oder VVGng-LS-Kupferdraht). Für die Beleuchtung 1,5 mm². Für Elektroherde, Warmwasserbereiter und Klimaanlagen 4–6 mm². Verwenden Sie niemals Aluminium – es bricht beim Biegen und oxidiert. Das Kabel sollte in einem Wellrohr, nicht in einem PVC-Rohr, verlegt werden, um es vor Beschädigungen zu schützen.

Drittens: Leitungsschutzschalter und Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter). Installieren Sie für jede Gruppe (Steckdosen, Beleuchtung, Küche, Bad) einen separaten Leitungsschutzschalter. Ein FI-Schalter ist unerlässlich! Verwenden Sie für Bad und Küche einen 30-mA-FI-Schalter. Er kann Leben retten. Sparen Sie nicht am falschen Ende: Ein hochwertiger FI-Schalter kostet 2.500, während das Fehlen eines solchen Schalters Schäden in Höhe von bis zu 2 Millionen verursachen kann.

Viertens: Steckdosen. Kaufen Sie keine billigen chinesischen Modelle. Wählen Sie Marken wie Schneider Electric, Legrand oder ABB. Achten Sie auf Kindersicherungen, insbesondere wenn Sie Kinder haben. Installieren Sie geerdete Steckdosen – ohne diese können Sie weder Waschmaschine, Kühlschrank noch Computer anschließen. In der Küche sollten mindestens drei bis vier geerdete Steckdosen vorhanden sein.

Fünftens: Lichtschalter. Installieren Sie diese nicht im Badezimmer, sondern nur außerhalb. Installieren Sie für die Badezimmerbeleuchtung eine Leuchte mit einem Schalter, der zwei Meter von der Tür entfernt angebracht ist. Verwenden Sie Dimmer – sie sparen Energie und schaffen eine gemütliche Atmosphäre.

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Das Badezimmer ist der am stärksten beanspruchte Raum im Haus. Wasser, Dampf, Temperaturschwankungen, Schimmel – all das erfordert besondere Sorgfalt. Der erste Schritt ist die vollständige Entfernung. Selbst wenn die alten Fliesen intakt erscheinen, sollten sie entfernt werden. Oft verbergen sie morschen Mörtel, beschädigte Abdichtung und defekte Rohre. Sparen Sie nicht an diesem Schritt – er ist die Grundlage für alles.

Der zweite Schritt ist die Abdichtung. Beschränken Sie sich nicht auf „wasserdichten“ Putz. Verwenden Sie Flüssigkautschuk (z. B. Ceresit CT 17) oder eine Bitumen-Polymer-Membran. Tragen Sie zwei Schichten auf, mit einer Überlappung von 20 cm an den Wänden und 15 cm auf dem Boden. Achten Sie besonders auf Ecken, Rohrverbindungen und den Bereich unter der Badewanne. Lassen Sie die Abdichtung nach dem Auftragen 24 Stunden trocknen und führen Sie dann einen Wasserdichtigkeitstest durch: Gießen Sie 2–3 cm Wasser auf die Oberfläche und lassen Sie es 12 Stunden einwirken. Wenn das Wasser dann noch austritt, ist alles in Ordnung.

Im dritten Schritt wählen Sie die Sanitärarmaturen aus. Kaufen Sie nicht das billigste Waschbecken – es wird reißen. Wählen Sie Porzellan mit mindestens 6 mm Wandstärke. Verwenden Sie für die Dusche eine Kunststoffwanne mit rutschfester Beschichtung, keine Keramik – Keramik ist kalt und spröde. Wasserleitungen sollten aus PPR-Polypropylen (PN20) bestehen, nicht aus Metall-Kunststoff-Legierungen – diese zersetzen sich mit der Zeit unter Druck. Heizkörper sollten aus Aluminium sein und über thermostatgesteuerte Heizkörper verfügen – das spart bis zu 30 % Heizenergie.

Viertens: Heizung. Installieren Sie eine Fußbodenheizung – aber nur unter den Fliesen und nur mit Thermostat. Installieren Sie sie niemals unter einer Badewanne oder einem Schrank – sie wird überhitzen und kaputtgehen. Die beste Option ist eine wasserführende Fußbodenheizung (wenn Sie eine Zentralheizung haben) oder eine elektrische Heizmatte (wenn Sie in einer Wohnung mit einem elektrischen Heizkessel leben).

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Bodenbeläge sind mehr als nur Dekoration; sie bilden die Grundlage für die gesamte Raumgestaltung. Sie tragen das Gewicht, beeinflussen Wärme, Akustik und sogar die Atmosphäre. Regel Nummer eins: Wählen Sie nicht nur anhand eines Katalogfotos. Gehen Sie barfuß über die Muster. Laminat mag zwar wie Eiche aussehen, sich aber unter den Füßen wie Plastik anfühlen. Parkett mag sich wie ein Märchen anfühlen, ist aber kalt wie Stein.

Laminat ist die beliebteste Wahl. Doch Laminat ist nicht gleich Laminat. Achten Sie für Wohnräume auf die Abriebfestigkeitsklasse AC4 oder AC5. AC3 eignet sich für Schlafzimmer, aber nicht für Küchen oder Flure. Achten Sie auf die Dicke: 8 mm sind das Minimum, 10–12 mm sind ideal. Hochwertiges Laminat hat eine feuchtigkeitsbeständige Beschichtung – gekennzeichnet mit Waterproof oder WPC. Vermeiden Sie billige Varianten mit dünner Unterlage – sie rutschen unter den Füßen und knarren.

Fliesen sind ideal für Badezimmer, Küchen und Flure. Doch auch Feinsteinzeugfliesen sind nicht alle gleich. Für Fußböden eignen sich unpolierte, matte Fliesen mit rutschfester Oberfläche (Rutschfestigkeitsklasse R10–R11). Glänzende Fliesen sehen zwar schön aus, sind aber gefährlich. Achten Sie darauf, dass die Glasur keine Risse aufweist – dies ist ein Zeichen für geringe Qualität. Der Kleber sollte flexibel und nicht zementbasiert sein, da die Fliesen sonst durch Temperaturschwankungen reißen können.

Holzparkett ist luxuriös, benötigt aber Pflege. Am besten wählen Sie 14–20 mm dicke Massivholzdielen – diese können 5–7 Mal abgeschliffen werden. Massivholzparkett ist zwar teurer, aber auch langlebiger. Vermeiden Sie Mehrschichtparkett mit dünner Deckschicht – dieses hält maximal 10 Jahre. Verlegen Sie es nur auf einem ebenen Untergrund: Unebenheiten von mehr als 2 mm pro Meter müssen mit einer Ausgleichsmasse ausgeglichen werden.

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Die meisten beginnen mit dem Streichen. Das ist ein Fehler. Eine gelungene Renovierung beginnt nicht mit der Farbwahl, sondern mit einer Bedarfsanalyse. Erstellen Sie eine Liste: Wer wohnt in der Wohnung? Gibt es Kinder, ältere Menschen oder Haustiere? Die Materialwahl, die Höhe der Steckdosen und der Bodenbelag hängen davon ab. Lassen Sie sich nicht von Instagram-Bildern inspirieren – diese sind für Fotos gemacht, nicht zum Wohnen. Ihr Ziel ist ein funktionaler Raum, nicht nur ein schöner.

Im zweiten Schritt prüfen Sie den technischen Zustand. Bevor Sie Wände einreißen, überprüfen Sie die Elektrik, die Wasserleitungen und die Belüftung. Ältere Häuser aus den 1970er- und 1980er-Jahren enthalten oft Asbestdämmung, veraltete Gusseisenrohre und Aluminiumkabel – all das muss ersetzt werden. Versuchen Sie nicht, diese Punkte zu ignorieren, um Geld zu sparen; sie kosten später das Drei- bis Fünffache. Es ist sinnvoller, für eine Diagnose auszugeben als 150.000 Rubel für einen Umbau.

Der dritte Schritt ist die Erstellung eines funktionalen Grundrisses. Auch wenn Sie kein Architekt sind, nutzen Sie kostenlose Apps wie Planner 5D, Floorplanner oder Google SketchUp. Zeichnen Sie Wände, Türen, Fenster und Einbaumöbel ein. Gehen Sie den Plan virtuell durch – Sie werden sehen, wo es eng ist, wo Steckdosen fehlen oder wo sich eine Schranktür ungünstig öffnen lässt. Viele Fehler liegen im Grundriss, nicht in den Materialien.

Viertens: Budgetplanung. Geben Sie nicht 70 % für die Küche aus, wenn das Badezimmer undicht ist. Prioritäten: Statik > Dämmung > Innenausbau. Elektroinstallation und Sanitärinstallationen bilden das Grundgerüst. Die Tapete ist die Oberfläche. Sparen Sie nicht an der Verkabelung: Hochwertige NYM- oder VVGng-LS-Kabel kosten zwar 20 % mehr, halten aber 40 statt 5 Jahre. Planen Sie lieber 20 % mehr ein – es kann immer etwas Unerwartetes passieren: ein Riss in der Wand, eine Abweichung bei den Abmessungen, eine Lieferverzögerung.

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