Badsanierung: Von der Sanitärinstallation bis zur Belüftung – eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

von Bernt Walter

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Das Badezimmer ist der am stärksten beanspruchte Raum im Haus. Wasser, Dampf, Temperaturschwankungen, Schimmel – all das erfordert besondere Sorgfalt. Der erste Schritt ist die vollständige Entfernung. Selbst wenn die alten Fliesen intakt erscheinen, sollten sie entfernt werden. Oft verbergen sie morschen Mörtel, beschädigte Abdichtung und defekte Rohre. Sparen Sie nicht an diesem Schritt – er ist die Grundlage für alles.

Der zweite Schritt ist die Abdichtung. Beschränken Sie sich nicht auf „wasserdichten“ Putz. Verwenden Sie Flüssigkautschuk (z. B. Ceresit CT 17) oder eine Bitumen-Polymer-Membran. Tragen Sie zwei Schichten auf, mit einer Überlappung von 20 cm an den Wänden und 15 cm auf dem Boden. Achten Sie besonders auf Ecken, Rohrverbindungen und den Bereich unter der Badewanne. Lassen Sie die Abdichtung nach dem Auftragen 24 Stunden trocknen und führen Sie dann einen Wasserdichtigkeitstest durch: Gießen Sie 2–3 cm Wasser auf die Oberfläche und lassen Sie es 12 Stunden einwirken. Wenn das Wasser dann noch austritt, ist alles in Ordnung.

Im dritten Schritt wählen Sie die Sanitärarmaturen aus. Kaufen Sie nicht das billigste Waschbecken – es wird reißen. Wählen Sie Porzellan mit mindestens 6 mm Wandstärke. Verwenden Sie für die Dusche eine Kunststoffwanne mit rutschfester Beschichtung, keine Keramik – Keramik ist kalt und spröde. Wasserleitungen sollten aus PPR-Polypropylen (PN20) bestehen, nicht aus Metall-Kunststoff-Legierungen – diese zersetzen sich mit der Zeit unter Druck. Heizkörper sollten aus Aluminium sein und über thermostatgesteuerte Heizkörper verfügen – das spart bis zu 30 % Heizenergie.

Viertens: Heizung. Installieren Sie eine Fußbodenheizung – aber nur unter den Fliesen und nur mit Thermostat. Installieren Sie sie niemals unter einer Badewanne oder einem Schrank – sie wird überhitzen und kaputtgehen. Die beste Option ist eine wasserführende Fußbodenheizung (wenn Sie eine Zentralheizung haben) oder eine elektrische Heizmatte (wenn Sie in einer Wohnung mit einem elektrischen Heizkessel leben).

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