Die meisten beginnen mit dem Streichen. Das ist ein Fehler. Eine gelungene Renovierung beginnt nicht mit der Farbwahl, sondern mit einer Bedarfsanalyse. Erstellen Sie eine Liste: Wer wohnt in der Wohnung? Gibt es Kinder, ältere Menschen oder Haustiere? Die Materialwahl, die Höhe der Steckdosen und der Bodenbelag hängen davon ab. Lassen Sie sich nicht von Instagram-Bildern inspirieren – diese sind für Fotos gemacht, nicht zum Wohnen. Ihr Ziel ist ein funktionaler Raum, nicht nur ein schöner.
Im zweiten Schritt prüfen Sie den technischen Zustand. Bevor Sie Wände einreißen, überprüfen Sie die Elektrik, die Wasserleitungen und die Belüftung. Ältere Häuser aus den 1970er- und 1980er-Jahren enthalten oft Asbestdämmung, veraltete Gusseisenrohre und Aluminiumkabel – all das muss ersetzt werden. Versuchen Sie nicht, diese Punkte zu ignorieren, um Geld zu sparen; sie kosten später das Drei- bis Fünffache. Es ist sinnvoller, für eine Diagnose auszugeben als 150.000 Rubel für einen Umbau.
Der dritte Schritt ist die Erstellung eines funktionalen Grundrisses. Auch wenn Sie kein Architekt sind, nutzen Sie kostenlose Apps wie Planner 5D, Floorplanner oder Google SketchUp. Zeichnen Sie Wände, Türen, Fenster und Einbaumöbel ein. Gehen Sie den Plan virtuell durch – Sie werden sehen, wo es eng ist, wo Steckdosen fehlen oder wo sich eine Schranktür ungünstig öffnen lässt. Viele Fehler liegen im Grundriss, nicht in den Materialien.
Viertens: Budgetplanung. Geben Sie nicht 70 % für die Küche aus, wenn das Badezimmer undicht ist. Prioritäten: Statik > Dämmung > Innenausbau. Elektroinstallation und Sanitärinstallationen bilden das Grundgerüst. Die Tapete ist die Oberfläche. Sparen Sie nicht an der Verkabelung: Hochwertige NYM- oder VVGng-LS-Kabel kosten zwar 20 % mehr, halten aber 40 statt 5 Jahre. Planen Sie lieber 20 % mehr ein – es kann immer etwas Unerwartetes passieren: ein Riss in der Wand, eine Abweichung bei den Abmessungen, eine Lieferverzögerung.
