Bodenbeläge sind mehr als nur Dekoration; sie bilden die Grundlage für die gesamte Raumgestaltung. Sie tragen das Gewicht, beeinflussen Wärme, Akustik und sogar die Atmosphäre. Regel Nummer eins: Wählen Sie nicht nur anhand eines Katalogfotos. Gehen Sie barfuß über die Muster. Laminat mag zwar wie Eiche aussehen, sich aber unter den Füßen wie Plastik anfühlen. Parkett mag sich wie ein Märchen anfühlen, ist aber kalt wie Stein.
Laminat ist die beliebteste Wahl. Doch Laminat ist nicht gleich Laminat. Achten Sie für Wohnräume auf die Abriebfestigkeitsklasse AC4 oder AC5. AC3 eignet sich für Schlafzimmer, aber nicht für Küchen oder Flure. Achten Sie auf die Dicke: 8 mm sind das Minimum, 10–12 mm sind ideal. Hochwertiges Laminat hat eine feuchtigkeitsbeständige Beschichtung – gekennzeichnet mit Waterproof oder WPC. Vermeiden Sie billige Varianten mit dünner Unterlage – sie rutschen unter den Füßen und knarren.
Fliesen sind ideal für Badezimmer, Küchen und Flure. Doch auch Feinsteinzeugfliesen sind nicht alle gleich. Für Fußböden eignen sich unpolierte, matte Fliesen mit rutschfester Oberfläche (Rutschfestigkeitsklasse R10–R11). Glänzende Fliesen sehen zwar schön aus, sind aber gefährlich. Achten Sie darauf, dass die Glasur keine Risse aufweist – dies ist ein Zeichen für geringe Qualität. Der Kleber sollte flexibel und nicht zementbasiert sein, da die Fliesen sonst durch Temperaturschwankungen reißen können.
Holzparkett ist luxuriös, benötigt aber Pflege. Am besten wählen Sie 14–20 mm dicke Massivholzdielen – diese können 5–7 Mal abgeschliffen werden. Massivholzparkett ist zwar teurer, aber auch langlebiger. Vermeiden Sie Mehrschichtparkett mit dünner Deckschicht – dieses hält maximal 10 Jahre. Verlegen Sie es nur auf einem ebenen Untergrund: Unebenheiten von mehr als 2 mm pro Meter müssen mit einer Ausgleichsmasse ausgeglichen werden.
