Ein blühender Garten ist nicht nur schön. Er ist ein Lebenselixier, eine Nahrungsquelle und ein Rückzugsort für Wildtiere. Die erste Regel lautet: Vermeiden Sie Hybriden. Viele „schöne“ Rosen, Chrysanthemen und Petunien produzieren keinen Nektar. Schmetterlinge und Bienen können sie nicht bestäuben. Wählen Sie stattdessen Wild- und Natursorten – sie sind reich an Nektar und Pollen.
Zweitens: Gestalten Sie ein „Blumenband“. Die Blumen sollten vom Frühling bis zum Herbst blühen. Im Frühling Flieder, Hyazinthen und Anemonen. Im Sommer Lavendel, Sonnenhut, Monarde und Salbei. Im Herbst Astern, Ringelblumen, Sonnenblumen und Rittersporn. Je vielfältiger die Pflanzen, desto länger bleiben Schmetterlinge und Bienen. Bienen mögen keine Eintönigkeit – sie brauchen Abwechslung.
Drittens: Farbe und Form sind wichtig. Bienen lieben Blau, Lila und Gelb. Schmetterlinge lieben Rot, Orange und Rosa. Die Blüten sollten einfach sein, mit offener Mitte – nicht gefüllt. Gefüllte Blüten sind wie verschlossene Türen: Der Nektar ist unerreichbar. Lavendel, Oregano, Holunder und Katzenminze sind ideal.
Viertens: Verwenden Sie keine Pestizide. Selbst als „sicher“ geltende Insektizide töten Bienen. Wenn Sie Blattläuse sehen, sprühen Sie nicht. Locken Sie Marienkäfer an – diese fressen die Blattläuse innerhalb von zwei Tagen. Oder betäuben Sie sie mit Wasser – das funktioniert. Bienen sind nicht Ihre Feinde. Sie sind Ihre Helfer. Ohne sie gäbe es keine Äpfel, Gurken oder Erdbeeren.
Fünftens: Schaffen Sie Nistplätze. Bienen leben nicht nur in Bienenstöcken. Sie nisten auch in leeren Stängeln, unter Rinde und in Strohhaufen. Lassen Sie nach der Blüte einige Stängel stehen – schneiden Sie sie nicht alle bis zum Boden ab. Bauen Sie ein „Bienenhotel“ – ein kleines Holzhaus mit Löchern unterschiedlichen Durchmessers. Dies schützt Wildbienen.
