Ein Garten ist mehr als nur eine Ansammlung von Pflanzen. Er ist ein Lebensraum, den Sie mit Liebe, Geduld und Sorgfalt gestalten. Der erste Schritt ist die Bestandsaufnahme Ihres Gartens. Überstürzen Sie nichts mit dem Pflanzen. Beobachten Sie: Wo geht die Sonne auf und unter? Welche Bereiche liegen im Schatten, welche in der Sonne? Welche Bodenart haben Sie: Lehm, Sand oder Ton? Davon hängt ab, was wächst. Nutzen Sie kostenlose Apps wie Sun Seeker oder Google Earth, um den Sonnenverlauf zu verfolgen.
Schaffen Sie anschließend verschiedene Bereiche. Ein Garten ist wie ein Haus: Er hat ein Wohnzimmer, eine Küche und ein Schlafzimmer. Planen Sie einen Sitzbereich (mit Bank, Schattenplätzen und duftenden Pflanzen), einen Blumenbereich (mit farbenfrohen, saisonalen Pflanzen, die Schmetterlinge anlocken), einen Gemüsebereich (praktisch, mit Wasseranschluss) und einen Bereich für Wildtiere (mit Sträuchern, Wildblumen und einem Bienenstock). Versuchen Sie nicht, alles auf einmal unterzubringen – ein Garten braucht Luft zum Atmen.
Der Boden ist das Fundament Ihres Gartens. Selbst die schönsten Pflanzen überleben nicht in nährstoffarmem Boden. Testen Sie den pH-Wert – 6,0–7,0 ist ideal für die meisten Blumen. Verbessern Sie die Bodenstruktur: Geben Sie Kompost (mindestens 3–5 cm tief), verrotteten Mist und Laubhumus hinzu. Verwenden Sie keine Universaldünger – sie lösen das Problem nicht. Kompost ist kein Dünger, er ist Leben. Er speichert Feuchtigkeit, nährt Mikroorganismen und lockert den Boden auf.
Viertens: Wählen Sie Pflanzen passend zum Klima, nicht nach einem Foto. Pflanzen Sie keine tropischen Palmen in Sibirien. Versuchen Sie nicht, Rosen dort anzubauen, wo die Winter -30 °C erreichen. Informieren Sie sich über Ihre Klimazonen (z. B. USDA). Wählen Sie heimische und angepasste Arten: Sie benötigen weniger Wasser, weniger Pflege und sind wetterbeständiger. Wildblumen sind kein Unkraut, sondern das ökologische Rückgrat Ihres Gartens.
