Entlang des Rheins: Burgen, Weine und das ewige Lied des Flusses

von Bernt Walter

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Machen Sie Halt in Sankt Goar – einem beschaulichen Städtchen mit nur 7.000 Einwohnern, aber jeder weiß, wer heute am Pier liegt. Hier steht die legendäre Burg Rheinfels, erbaut 1245 und im 17. Jahrhundert zerstört. Heute ist sie eine Ruine, aber im Morgennebel wirkt sie wie eine Traumburg. Steigen Sie hinauf zur Aussichtsplattform: Von dort aus können Sie den Rhein beobachten, wie er sich wie eine Schlange schlängelt und Schätze birgt. Und abends sollten Sie in eine urige Kneipe mit Eichentischen gehen, wo Ihnen „Rheinischer Sauerbraten“ serviert wird – mariniertes Rindfleisch mit Melasse und Knödeln. Dieses Gericht braucht drei Tage Vorbereitungszeit – aber das Warten lohnt sich.

Vergessen Sie nicht Lorelai, den Felsen, über den Heine und Byron schrieben. Der Legende nach saß einst eine Meerjungfrau auf seinem Gipfel und lockte mit ihrer Stimme Bootsleute zum Riff. Heute führt ein gewundener Pfad dorthin, und auf dem Gipfel befinden sich ein Museum und eine kleine Kapelle. Wenn Sie dort stehen, werden Sie den Wind genau dieses Lied singen hören. Und vielleicht bleiben auch Sie stehen – nicht weil Sie müde sind, sondern weil Sie nicht weg wollen.

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