Rosenpflege: So ziehen Sie Blumen, die nach Glück duften

von Bernt Walter

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Sechstens: Rückschnitt bedeutet nicht Zerstörung, sondern Verjüngung. Entfernen Sie im Frühjahr alle abgebrochenen, dünnen und inneren Triebe. Lassen Sie 3–5 kräftige Triebe stehen. Schneiden Sie im 45°-Winkel oberhalb der äußeren Knospe. Dies fördert das Wachstum nach außen und sorgt für einen buschigen, nicht zu wuchtigen Wuchs. Im Herbst kürzen Sie die Triebe um ein Drittel, damit sie nicht unter dem Schnee abbrechen.

Siebtens: Krankheitsbekämpfung ist Vorbeugung, nicht der Einsatz von Chemikalien. Echter Mehltau ist ein häufiger Feind. Er wird durch hohe Luftfeuchtigkeit und schlechte Luftzirkulation begünstigt. Pflanzen Sie die Sträucher mit ausreichend Abstand. Gießen Sie morgens. Bei Mehltaubefall besprühen Sie die Sträucher mit einer Milchlösung (1:9) oder Knoblauchsud. Verwenden Sie Chemikalien nur im Notfall. Selbst Marienkäfer sind nützliche Helfer.

Achtens: Mulch schützt die Wurzeln. Bedecken Sie den Boden um den Strauch mit einer 5–8 cm dicken Schicht Kompost oder Rinde. Dies speichert Feuchtigkeit, unterdrückt Unkraut und schützt die Wurzeln vor Temperaturschwankungen. Erneuern Sie die Mulchschicht im Frühjahr. Im Winter sollten die Wurzeln mit Stroh abgedeckt werden, wenn die Temperatur unter -20 °C fällt.

Neuntens: Die Überwinterung ist nicht für jeden geeignet. In Regionen mit milden Wintern müssen Rosen nicht abgedeckt werden. In nördlichen Regionen sollten sie jedoch geschützt werden: Häufeln Sie Erde an, bedecken Sie sie mit Fichtenzweigen und legen Sie anschließend ein Vlies darüber. Verwenden Sie kein Plastik – es verursacht Fäulnis. Entfernen Sie die Abdeckung erst, wenn keine Frostgefahr mehr besteht – andernfalls verbrennt die Rose in der Sonne.

Zehntens: Eine Rose ist ein Symbol. Sie verlangt keine Perfektion. Sie verlangt Aufmerksamkeit. Wenn Sie sie betrachten, bemerken Sie, wie sich jedes Blütenblatt auf seine eigene, einzigartige Weise entfaltet. Wie eine Knospe – langsam, eine andere – zitternd. Wie eine Blüte – goldfarben, eine andere – mit einem scharlachroten Herzen. Sie spricht nicht. Sie zeigt. Und wenn Sie lernen, hinzusehen, werden Sie verstehen: Ihre Schönheit liegt nicht in der Sorte. Sie liegt in Ihrer ständigen Anwesenheit.

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