Blumen für Schmetterlinge und Bienen: So verwandeln Sie Ihren Garten in ein Ökosystem

von Bernt Walter

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Sechstens: Wasser ist lebensnotwendig. Stellen Sie eine kleine Schale mit Wasser und Kieselsteinen auf. Bienen können nicht von offenen Oberflächen trinken – sie ertrinken. Steine ​​wirken wie kleine Inseln. Geben Sie etwas Salz hinzu – es zieht Mineralien an. Wasser ist wie ein Magnet. Ohne Wasser locken selbst die schönsten Blumen keine Insekten an.

Siebtens: Entfernen Sie keine „Unkräuter“. Brennnesseln nähren Schmetterlingsraupen. Löwenzahn liefert frühen Nektar. Spitzwegerich ist ein Heilmittel für Bienen. Zerstören Sie nichts, was nicht aufgeführt ist. Wildpflanzen sind die Grundlage des Ökosystems. Sie gedeihen dort, wo Kulturpflanzen nicht wachsen.

Achtens: Schaffen Sie schattige und sonnige Plätze. Bienen lieben die Sonne, brauchen aber auch Schatten zum Ausruhen. Pflanzen Sie Sträucher – Flieder, Berberitzen und Hagebutten – in der Nähe der Blumen. Sie bieten Schutz vor Wind, Regen und Vögeln. Schon ein einzelner Strauch verändert das Mikroklima.

Neuntens: Entfernen Sie im Herbst kein Laub. Es bietet Schmetterlingen, Käfern und Regenwürmern Unterschlupf. Lassen Sie eine Laubschicht unter Sträuchern und Bäumen liegen. Das ist kein „Erde“, sondern Biodiversität. Im Frühling können Sie das Laub vorsichtig entfernen, wo nötig. Aber entfernen Sie nicht alles – sonst zerstören Sie das Leben.

Zehntens: Ein bienenfreundlicher Garten ist ein Garten mit Seele. Er verlangt keine Perfektion. Er verlangt, dass man die Kontrolle abgibt. Wenn Sie aufhören, gegen die Natur anzukämpfen, beginnt sie mit Ihnen zusammenzuarbeiten. Sie jagen die Schmetterlinge nicht. Sie lassen sie kommen. Und wenn Sie zum ersten Mal einen Kohlweißling auf einer Blüte sehen, verstehen Sie: Das ist nicht Schönheit. Das ist Harmonie. Und diese Harmonie ist wertvoller als jeder Garten.

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