Herbstgarten: So bereiten Sie alles auf den Winter vor – mit Liebe, nicht in Panik

von Bernt Walter

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Sechstens – Blumenzwiebeln – im Oktober pflanzen. Tulpen, Hyazinthen und Narzissen pflanzen Sie im Oktober, wenn der Boden auf 8–10 °C abgekühlt ist. Pflanzen Sie die Zwiebeln in einer Tiefe, die dem Dreifachen ihrer Höhe entspricht. Pflanzen Sie nicht zu tief, sonst keimen sie nicht. Geben Sie etwas Asche hinzu – sie schützt vor Nagetieren. Gießen Sie nach dem Pflanzen einmal.

Siebtens – Gießen – vor dem ersten Frost. Wenn der Herbst trocken ist, gießen Sie Bäume, Sträucher und Blumenbeete, insbesondere junge Pflanzen. Wasser wirkt wie ein Wintercocktail und verhindert das Austrocknen der Wurzeln. Gießen Sie, bis der Boden zu gefrieren beginnt.

Achtens – Gartengeräte – an einem trockenen Ort aufbewahren. Reinigen Sie Schaufeln, Gartenscheren und Rechen. Wischen Sie sie ab und ölen Sie sie ein. Das verlängert ihre Lebensdauer. Prüfen Sie auf Rost und entfernen Sie ihn. Werkzeuge sind deine Verbündeten. Behandle sie mit Respekt.

Neuntens: Danke dem Garten. Spaziere durch ihn. Betrachte die Bäume. Berühre die Rinde. Spüre die Stille. Der Garten „arbeitet“ nicht – er lebt. Er verlangt keine Perfektion. Er wünscht sich Erinnerungen. Erinnere dich, welche Blumen du im Mai gepflanzt hast. Welche im Juli blühten. Welche vom Wind verweht wurden. Welche blieben. Danke ihm.

Zehntens: Im Herbst geht es nicht ums Weggehen. Es geht darum, sich von der Liebe zu verabschieden. Du „beendest“ keine Jahreszeit. Du vollendest einen Zyklus. Und wenn du auf einer Bank sitzt, Tee trinkst und den Blättern beim Fallen zusiehst, verstehst du: Der Garten verschwindet nicht. Er schläft. Und er wartet auf dich. Im Frühling. Mit neuen Blättern. Mit neuen Blüten. Mit einer neuen Geschichte.

Denn der Garten ist kein Ort.
Er ist ein Haus, das mit dir wächst.

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