Viele denken, ein Brotbackautomat backt Brot automatisch. Das stimmt nicht. Er ist ein Hilfsmittel. Sie sind der Bäcker. Regel Nummer eins: Verwenden Sie kein Allzweckmehl. Nehmen Sie Weizenmehl mit hohem Glutengehalt (12–14 %). Das gibt dem Brot Struktur. Weizenmehl der Güteklasse 1 ist ideal. Mischen Sie es nicht mit Roggenmehl – ohne Erfahrung wird das Brot sonst steinhart.
Zweitens: Hefe. Verwenden Sie Trockenhefe, keine Schnellhefe. Geben Sie sie separat vom Salz hinzu. Salz tötet die Hefe. Am besten streuen Sie die Hefe in eine Mulde in das Mehl und das Salz in eine andere Ecke. So kommen sie vor dem Kneten nicht in Kontakt.
Drittens: Wasser. Temperatur: 36–38 °C. Höhere Temperaturen töten die Hefe ab. Niedrigere Temperaturen verlangsamen die Gärung. Messen Sie die Temperatur mit einem Thermometer. Schätzen Sie nicht nach Augenmaß. 1 Teelöffel Zucker hinzufügen – er aktiviert die Hefe. Aber nicht mehr, sonst wird das Brot zu süß.
Viertens: Salz. 1,5–2 Teelöffel pro 500 g Mehl. Das ist nicht nur Geschmackssache, sondern reguliert die Gärung. Ohne Salz geht das Brot zu schnell auf und fällt zusammen. Zu viel Salz macht es bitter.
Fünftens: Fett. Öl – 2 Esslöffel Pflanzenöl oder 30 g Butter. Das macht die Krume weich. Aber nicht gleich zu Beginn hinzufügen – erst nach 5 Minuten Kneten. Sonst umhüllt das Öl das Mehl, und es kann sich kein Gluten bilden.
Sechstens: Knetzeit. Die meisten Brotbackautomaten benötigen 15–20 Minuten. Nicht unterbrechen. Auch wenn der Teig trocken aussieht, geben Sie ihm Zeit. Nach 5 Minuten ist er seidenweich. Probe: Wenn sich der Teig vom Schüsselrand löst und nicht an den Fingern klebt, ist er perfekt.
