Viele denken, ein Omelett sei ein einfaches Gericht. Das ist ein Irrtum. Ein wirklich gutes Omelett ist die Kunst, Temperatur, Zeit und Zutaten richtig auszubalancieren. Die erste Regel: Verwenden Sie keine kalten Eier. Nehmen Sie sie 30–40 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank. Kalte Eier lassen sich nicht gleichmäßig aufschlagen, und das Omelett wird fest wie ein Pfannkuchen.
Die zweite Regel betrifft die richtigen Mengenverhältnisse. Verwenden Sie für je zwei Eier 30 ml Milch (nicht Wasser!). Milch macht das Omelett cremig und zart. Wasser macht es zwar fluffig, aber trocken. Für eine noch fluffigere Variante ersetzen Sie 10 ml Milch durch Sahne (10–20 %). Aber übertreiben Sie es nicht: Mehr als 50 ml Flüssigkeit für zwei Eier, und das Omelett wird zu einer Pfütze.
Die dritte Regel ist das Verquirlen. Mit einem Schneebesen, nicht im Mixer, verquirlen. Langsame, kreisende Bewegungen ausführen, als würde man die Unendlichkeit zeichnen. Nur so lange schlagen, bis sich feine Bläschen bilden, nicht Schaum. Schaum ist ein Zeichen für zu langes Mixen. Die ideale Konsistenz ist leicht, glatt und klumpenfrei. Eine Prise Salz hinzufügen – das hilft dem Eiweiß, besser zu binden.
Als Nächstes die Pfanne. Nur Gusseisen oder Keramikbeschichtung verwenden. Kein zerkratztes Teflon verwenden – es setzt bei Temperaturen über 260 °C Giftstoffe frei. Die Pfanne bei mittlerer, nicht hoher Hitze erhitzen. Wenn ein Wassertropfen zischt, aber nicht sofort verdampft, ist die Pfanne heiß genug. 10 g Butter hinzufügen – kein Pflanzenöl. Sie sorgt für Geschmack, nicht nur für Fett.
Als Nächstes das Eingießen. Die Eimasse vorsichtig eingießen und darauf achten, dass die Bläschen nicht platzen. Die Hitze sofort reduzieren. Das ist der Schlüssel: niedrige Temperatur + lange Zeit = luftig. Das Omelett die ersten 2–3 Minuten nicht berühren. Es stocken lassen.
