Gesichtspflege: Von den Grundlagen bis zur individuellen Anwendung – So vermeiden Sie unzählige Cremes

von Bernt Walter

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Moderne Hautpflege besteht nicht nur aus dem Auftragen von Cremes. Sie ist ein Dialog zwischen Ihrem Körper und der Außenwelt. Regel Nummer eins: Beginnen Sie nicht mit teuren Produkten. Finden Sie zunächst Ihren Hauttyp heraus – fettig, trocken, Mischhaut, empfindlich oder normal. Verlassen Sie sich nicht auf Werbeversprechen. Testen Sie: Beurteilen Sie morgens, zwei Stunden nach der Reinigung, den Glanz Ihrer Haut. Glänzt die Haut, ist sie fettig. Spannt sie, ist sie trocken. Betrifft der Glanz nur die T-Zone, handelt es sich um Mischhaut.

Zweitens: Reinigen Sie Ihr Gesicht. Waschen Sie es nicht zu oft. Zweimal täglich – morgens und abends – genügt. Verwenden Sie milde, sulfatfreie Reinigungsprodukte (ohne SLS und SLES). Diese schädigen die Lipidbarriere der Haut. Besser geeignet sind Gele mit Ölen, Milchprodukte oder Balsame. Tragen Sie die Produkte mit massierenden Bewegungen auf; reiben Sie die Haut nicht mit einem Waschlappen – dies verursacht Mikroverletzungen.

Drittens: Toner. Es ergänzt nicht nur die Reinigung, sondern stellt auch den pH-Wert der Haut (5,5–6,0) wieder her. Verwenden Sie ein Gesichtswasser mit beruhigenden Inhaltsstoffen wie Kamille, Haferflocken und Hyaluronsäure. Vermeiden Sie alkoholhaltige Gesichtswasser – sie trocknen die Haut aus. Selbst bei fettiger Haut verschlimmert Alkohol das Problem, da er die Talgdrüsen zu einer erhöhten Talgproduktion anregt.

Viertens: Seren. Diese wirken wie eine Medizin für Ihre Haut. Wählen Sie je nach Bedarf: Vitamin C für einen strahlenden Teint und als Antioxidans, Retinol zur Zellerneuerung, Niacinamid zur Verfeinerung der Poren und zur Linderung von Entzündungen. Tragen Sie das Serum auf die gereinigte Haut auf, bevor Sie Ihre Creme verwenden. Mischen Sie nicht mehrere Wirkstoffe gleichzeitig – dies kann zu Hautreizungen führen. Beginnen Sie mit einem Wirkstoff und geben Sie Ihrer Haut 3–4 Wochen Zeit, sich daran zu gewöhnen.

Fünftens: Feuchtigkeitspflege. Diesen Schritt sollten Sie niemals auslassen. Auch fettige Haut benötigt Feuchtigkeit. Verwenden Sie Gele oder leichte Emulsionen mit Hyaluronsäure, Panthenol und Ceramiden. Die Creme sollte vollständig einziehen und keinen Film hinterlassen. Wenn Sie nach zwei Stunden ein Spannungsgefühl verspüren, ist die Creme nicht geeignet.

Sechstens: Sonnenschutz. Dies ist der wichtigste Schritt. Nicht nur einmal täglich, sondern jeden Tag. Auch bei bewölktem Wetter, im Büro und im Winter. UV-Strahlen zerstören Kollagen, verursachen Pigmentflecken und beschleunigen die Hautalterung. Wählen Sie einen Lichtschutzfaktor von 30–50 mit Breitbandschutz (UVA/UVB). Die Formel sollte nicht fettig, nicht weißlich und nicht klebrig sein. Für empfindliche Haut eignen sich Produkte mit Zinkoxid oder Titandioxid am besten.

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