Fünftens: Planen Sie Ihren Garten jahreszeitlich. Er sollte auch im Winter nicht leer stehen. Wählen Sie Pflanzen, die Ihren Garten zu verschiedenen Jahreszeiten verschönern: Tulpen, Hyazinthen und Flieder im Frühling; Rosen, Lavendel und Funkien im Sommer; und Chrysanthemen, Berberitzen und Schneeball im Herbst. Ergänzen Sie Ihren Garten mit immergrünen Pflanzen wie Fichten, Lebensbäumen und Tannen, damit er nicht eintönig wirkt. Blühende Sträucher sorgen für Abwechslung.
Sechstens: Pflanzen Sie nicht zu dicht. Viele machen den Fehler, zu viel zu pflanzen. Ein Garten ist kein Schaufenster, sondern muss gesund bleiben. Geben Sie jedem Strauch genügend Platz zum Wachsen. Pflanzen, die zu dicht stehen, werden krank, konkurrieren um Wasser und blühen nicht. Denken Sie daran: Weniger ist mehr. Lassen Sie Ihre Pflanzen atmen, und sie werden es Ihnen mit üppiger Blütenpracht danken.
Siebtens: Wasser bedeutet mehr als nur Gießen. Installieren Sie eine Tropfbewässerung – sie spart Wasser, schont den Boden und benetzt die Blätter nicht (wodurch das Risiko von Pilzbefall reduziert wird). Gießen Sie morgens, damit die Feuchtigkeit Zeit hat, einzusickern und die Blätter nicht über Nacht nass bleiben. Verwenden Sie Regenwasser – es ist weicher und reichhaltiger an Mikronährstoffen. Jede Pflanze ist anders: Rosen bevorzugen durchdringendes Gießen, während Ringelblumen häufiges, aber oberflächliches Gießen bevorzugen.
Achtens: Mulchen ist Ihr Geheimtipp. Bedecken Sie den Boden mit einer 5–8 cm dicken Schicht aus Holzschnitzeln, Stroh und Laub. Dies speichert Feuchtigkeit, unterdrückt Unkraut, reguliert die Bodentemperatur und wird mit der Zeit zu Kompost. Verwenden Sie keine Plastikfolie – sie schädigt den Boden. Mulch ist wie ein Schutzmantel für den Boden.
Neuntens: Akzeptieren Sie das Chaos. Ein Garten ist kein Park. Er ist lebendig. Es wird Unkraut, Insekten und Pilze geben. Versuchen Sie nicht, sie auszurotten. Lassen Sie die Brennnesseln wachsen – sie locken Schmetterlinge an. Lassen Sie die Bienen kommen – sie bestäuben die Pflanzen. Lass die Blätter liegen – sie werden zur Nahrung der Erde. Ein Garten ist ein Ökosystem, kein Labor.
Zehntens: Ein Garten ist dein Körper, dein Atem, deine Zeit. Jage nicht dem „Ideal“ hinterher. Vergleiche dich nicht mit anderen. Dein Garten ist einzigartig. Er verändert sich mit den Jahren. Er erinnert sich an deine Tränen, dein Lächeln, deine langen Morgenstunden. Er verlangt keine Perfektion. Er verlangt deine Anwesenheit. Wenn du ihm kommst – nicht mit einer Schaufel, sondern mit deinem Herzen –, antwortet er dir mit einer Schönheit, die kein Geld der Welt kaufen kann.
