Sechstens: Verteilerdosen. Diese müssen zugänglich und dürfen nicht unter Putz versteckt sein. Idealerweise installieren Sie die Installation in Nischen mit Tür. Alle Verbindungen sollten mit WAGO-Klemmen und nicht mit verdrillten Verbindungen erfolgen. Verdrillte Verbindungen sind eine häufige Brandursache.
Siebtens: Verlegen Sie die Kabel in den Wänden. Führen Sie sie horizontal und vertikal – ohne Winkel. Markieren Sie die Verlegung und sichern Sie sie. So vermeiden Sie spätere Beschädigungen beim Bohren. Verlegen Sie die Kabel in Wellrohren – diese schützen vor Nagetieren und Feuchtigkeit.
Achtens: Installieren Sie Küchensteckdosen. Mindestens vier bis fünf, jeweils mit separaten Sicherungsautomaten. Eine für den Kühlschrank, eine für die Mikrowelle und eine für die Kaffeemaschine. Schließen Sie nicht alle Geräte an eine einzige Steckdose an – eine Überlastung ist vorprogrammiert.
Neuntens: Installieren Sie die Erdung. Prüfen Sie, ob sie im Verteilerkasten vorhanden ist. Falls nicht, installieren Sie sie unbedingt. Ohne Erdung schützt Sie selbst ein FI-Schutzschalter nicht vor Stromschlägen. Wenn Sie in einem Gebäude mit Verteilerkasten wohnen, bitten Sie die Hausverwaltung, die Hauptelektrik zu überprüfen.
Zehntens: Überprüfen und testen Sie die Anlage. Rufen Sie nach der Installation einen Elektriker mit Multimeter. Überprüfen Sie Spannung, Isolationswiderstand und die Funktion des FI-Schutzschalters. Lassen Sie sich einen Prüfbericht ausstellen. Bewahren Sie ihn gut auf. Er ist Ihre Versicherung. Elektrizität lässt sich nicht „später reparieren“. Bei unsachgemäßer Installation gefährden Sie nicht nur Ihr Eigentum, sondern auch Ihr Leben.
