Fünftens: Wählen Sie einen Handwerker nicht nach dem Preis, sondern nach seiner Erfahrung. Lassen Sie sich drei abgeschlossene Projekte aus dem letzten Jahr zeigen. Sprechen Sie mit den Eigentümern. Erkundigen Sie sich, wie sie Konflikte gelöst haben, wenn etwas schiefging. Ein guter Handwerker verspricht nicht „Wir erledigen das in 3 Tagen“, sondern sagt: „Lassen Sie uns einen Zeitplan erstellen, und ich halte Sie auf dem Laufenden.“
Sechstens: Vergessen Sie nicht die Genehmigungen. Selbst in einer Wohnung benötigen Sie einen Sanierungsplan, wenn Sie eine tragende Wand abreißen. Ohne Genehmigung drohen Ihnen eine Geldstrafe von bis und die Verpflichtung zu Wiederherstellungsarbeiten. Informieren Sie sich, welche Arbeiten in Ihrem Gebäude genehmigungspflichtig sind – dies hängt von der Art des Gebäudes und der Region ab.
Siebtens: Planen Sie vorübergehende Unannehmlichkeiten ein. Wenn Sie eine Küche renovieren, wo kochen Sie dann? Wenn Sie ein Badezimmer renovieren, wo waschen Sie sich? Installieren Sie eine provisorische Duschkabine, besorgen Sie sich einen Schongarer und legen Sie sich einen Vorrat an Einweggeschirr an. Viele geben in der zweiten Woche auf, weil sie unvorbereitet sind.
Achtens: Kaufen Sie Baumaterialien im Überfluss. Keramikfliesen können je nach Charge farblich variieren. Laminat kann unterschiedlich breit sein. Putz kann unterschiedliche Texturen aufweisen. Bestellen Sie 10–15 % mehr als geschätzt. Das ist keine Verschwendung – es ist eine Versicherung gegen Verzögerungen und Mängel.
Neuntens: Führen Sie ein Renovierungsprotokoll. Fotografieren Sie jede Phase: vorher, währenddessen und nachher. Bewahren Sie Quittungen, Garantiescheine und Abnahmebescheinigungen auf. Dies ist nützlich für Gewährleistungsansprüche oder beim Verkauf der Wohnung.
Zehntens: Denken Sie daran: Renovierung ist kein einmaliges Projekt, sondern ein Prozess. Sie wird sich verändern. Es wird Fehler geben. Es wird Nacharbeiten geben. Das Wichtigste ist, nicht in Panik zu geraten, sondern sich anzupassen. Das beste Ergebnis ist nicht das, das beim ersten Mal perfekt ist, sondern eines, das sich stetig verbessert, weil man gelernt hat, zuzuhören, zu beobachten und sich anzupassen.
