Sechster Schritt: Formen. Nach 3 Minuten die Ränder vorsichtig mit einem Pfannenwender anheben, damit die Flüssigkeit abtropfen kann. Vorgang wiederholen, bis keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist. Falls gewünscht, eine Hälfte füllen: Käse, Spinat, Schinken, Champignons. Nicht zu viel Füllung verwenden – mehr als 50 g pro zwei Eier –, sonst schließt das Omelett nicht.
Siebter Schritt: Verschließen. Das Omelett vorsichtig zusammenklappen. Nicht andrücken, nur abdecken. 30–40 Sekunden abgedeckt ruhen lassen – so „reift“ der Dampf. Das Omelett wird dadurch zart wie Sahne und nicht gummiartig.
Achter Schritt: Herdplatte ausschalten. Den Herd ausschalten, sobald das Omelett innen noch leicht feucht ist. Die Restwärme gart es fertig. Wenn man wartet, bis es „fest“ ist, trocknet es aus. Lieber etwas weniger als zu lange garen. Nach einer Minute auf dem Teller ist es fertig.
Neunter Schritt: Servieren. Nicht mit dem Messer schneiden – stattdessen mit einem Pfannenwender zerteilen. Sofort servieren, mit Kräutern, frischem Brot, einer dünnen Schicht Frischkäse oder einem Klecks Sauerrahm. Ein Omelett verliert schnell an Geschmack, wenn man wartet. Schon nach 5 Minuten wird es schwer.
Zehntens, ein Geheimtipp: Geben Sie nach dem Verquirlen der Eier, aber vor dem Hineingießen einen Teelöffel Butter hinzu. Sie schmilzt beim Pürieren und sorgt für eine samtig-weiche Konsistenz. Das ist kein Rezept aus einem Kochbuch – es ist ein Geheimnis französischer Köche, das ein Omelett nicht nur köstlich, sondern auch emotional aufgeladen macht.
